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Erstellt am:
11. Februar 2026

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Tübinger Studenten zeigen hochaktuelles Theaterstück und sammeln Spenden für DORNAHOF Tübingen

11. Februar 2026

Am sechsten und siebten Februar besuchten Teammitglieder der DORNAHOF Wohnungsnotfallhilfe Tübingen im Clubhaus der Universität in Tübingen die Erst- und Zweitaufführung des Theaterstücks „DRAUSSEN VOR DER TÜR – EIN STÜCK, DAS KEIN THEATER SPIELEN UND KEIN PUBLIKUM SEHEN WILL“, der jungen studentischen Theatergruppe „(K)ein Drama“.

Bereits vorab informierte Regisseur Felix Besch darüber, dass traditionell die als Spenden eingenommenen Eintrittsgelder einer Organisation zugedacht werden, „deren Arbeit thematisch zu dem jeweils gespielten Stück passt“. Dieses Jahr war deshalb die DORNAHOF Tübingen Wohnungsnotfallhilfe ausgewählt worden. Felix Besch: „In diesem Semester bringen wir „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert auf die Bühne. Das Stück aus der Nachkriegszeit handelt von einem Kriegsheimkehrer, dem nach seiner Rückkehr alle Türen verschlossen bleiben, der in seiner Heimatstadt keine Hilfe erfährt und somit ohne Perspektive bleibt. Vor diesem Hintergrund sind wir auf den DORNAHOF aufmerksam geworden und auf die wertvolle Arbeit, die dort für Menschen in schwierigen Lebenssituationen geleistet wird.“

Die Thematik des Stücks ist auch 80 Jahre nach Entstehung immer noch – oder erneut – hochaktuell. Gerade deshalb freuten sich die Mitarbeitenden vom DORNAHOF, die bei den Vorführungen waren besonders über die Kurzbeschreibung des DORNAHOF Tübingen im ausliegenden Programmheftchen, sowie über die Möglichkeit, weiteres Info-Material auslegen zu können.

Das Stück zeigt die brisante und sehr belastende Situation von Menschen in Armut und in prekären Wohnsituationen. Eindrücklich werden die Suche nach einem Platz in der Gesellschaft auf der einen Seite und Schweigen, Abwehr, Verdrängung, Wegschauen und Weiterleben auf der anderen Seite sowie der schiere Existenzkampf, das Trauma des Scheiterns auf allen Ebenen und die Sehnsucht nach einer Normalität auf die Bühne gebracht.

In Zeiten von in Frage gestellten Angeboten und Finanzierungen für diesen Personenkreis weist das Stück besorgniserregende Parallelen auf zu heute. Die DORNAHOF Mitarbeitenden vom Standort Tübingen ziehen ein gemeinsames Fazit: „Für uns war der Abend, anders als erwartet, hoch emotional, zum Teil belastend und sehr eindrücklich. Es hat auch uns zum Nachdenken angeregt und nachhaltig beschäftigt. Dem Ensemble wünschen wir für die nächsten Vorstellungen (am 14. und 15. Februar) alles Gute, dem Publikum trotz „der schweren Kost“ eindrückliche Abende und den Menschen draußen vor der Tür Verständnis und Entgegenkommen und mehr offene Türen in schwierigen Zeiten.“

Nachtrag vom 7. April 2026: Wir danken der Theatergruppe "(K)ein Drama" herzlich für die überreichte Spende in Höhe von 1.000 Euro. 

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